Rund oder eckig: Welcher Mähfaden ist der richtige?
Je nachdem, welche Schnittarbeiten Du in Angriff nehmen möchtest, hast Du die Wahl zwischen einer Vielzahl verschiedener Trimmerfäden. Diese unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihres Durchmessers, sondern auch in ihrer Form. Abhängig von der Art der Pflanzen, die Du zurückschneiden möchtest, gibt es Mähfäden mit folgenden Profilen:
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Rundprofil: Rundfäden werden standardmäßig in einem Freischneider verwendet und lassen sich leicht von der Spule wickeln. Allerdings eignen sie sich nur für weiches Gras.
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Vierkantprofil: Fäden in quadratischer Form eignen sich für grobe Schnittarbeiten, da sie Gras, Unkraut und Gestrüpp mit ihren scharfen Kanten schneiden.
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Fünf- oder Sechskantprofil: Diese Mähfäden haben fünf oder sechs Seiten und besonders scharfe Kanten. Dadurch schneiden sie besonders gut und präzise und eignen sich für viele verschiedene Schnittarbeiten.
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Zahnprofil: Trimmerfäden mit Zähnen sind mit einem Sägeblatt vergleichbar und eignen sich bestens für das Zurückschneiden von Gestrüpp und größeren Pflanzen. Allerdings dürfen sie nur in leistungsstarken Motorsensen eingesetzt werden.
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Spiralförmiges Profil: Sogenannte verdrillte Fäden in Spiralform zeichnen sich durch ihre aerodynamischen Eigenschaften aus. Der Luftwiderstand ist beim Drehen erheblich geringer, wodurch die Motorsense deutlich leiser arbeitet. Durch die spiralförmigen Kanten sind diese Fäden besonders effizient beim Mähen. Einziger Nachteil: Sie sind etwas kostspieliger als andere Mähfäden.
Neben der Fadenform ist der Durchmesser entscheidend. Als Faustregel gilt: Je kräftiger die Pflanzen, desto dicker sollte der Faden sein. Dünnere Fäden schneiden dagegen nur weiches Gras, dafür ist der Schnitt sehr sauber. Entsprechend der Anforderungen kannst Du zwischen folgenden Fadenstärken wählen:
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1,4 bis 2 mm: Fäden mit einem geringen Durchmesser eignen sich für Motorsensen mit niedriger Leistung und sind ideal zum Mähen von kurzem Rasen, leichtem Unkraut und zum Trimmen von Rasenkanten.
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2 bis 2,7 mm: Mähfäden mit dieser Stärke sind sehr vielseitig einsetzbar und eignen sich auch für höhere Gräser sowie leichten bis dichteren Pflanzenbewuchs.
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3 mm: Trimmerfäden mit einer Stärke von 3 mm kommen in Motorsensen mit einer mittleren Motorleistung von etwa 2 PS und einem Hubraum von rund 40 cm³ zum Einsatz.
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3,3 bis 4 mm: Dicke Fäden benötigen einen Freischneider mit starker Motorleistung und werden problemlos mit kräftigen Pflanzen, Gestrüpp und Unterholz fertig.
TIPP: Je dicker der Durchmesser des Mähfadens ist, desto höher sollte auch die Motorleistung sein. Ist der Motor zu schwach, bremst der Faden die Motordrehzahl und im schlimmsten Fall blockiert der Motor. Ein dünner Faden in einem leistungsstarken Freischneider ist dagegen wenig effektiv und verbraucht unnötig viel Kraftstoff.
Mähfaden vor dem Wechseln in Wasser einlegen
Der Mähfaden besteht aus einem weichen und nachgiebigen Kunststoff. Mit der Zeit verliert er jedoch an Feuchtigkeit und Spannkraft. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Faden neu gekauft oder längere Zeit gelagert worden ist.
Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, den Schneidfaden vor dem Aufwickeln 24 Stunden lang in Wasser einzulegen. So kann er Wasser aufnehmen und bleibt länger elastisch. Dafür musst Du den Faden nicht abwickeln, sondern kannst die Spule mit dem Trimmerfaden direkt in das Wasser legen.
Trimmerfaden auf die Spule wickeln: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Wenn Du Dich nicht für eine vorbefüllte Spule entschieden hast, kannst Du den Mähfaden selbst auswechseln. In der Regel musst Du dafür den Mähkopf öffnen, um den Faden auf die Spule wickeln zu können. Dabei gehst Du wie folgt vor:
- Zuerst prüfst Du, ob noch genügend Faden auf der Spule aufgewickelt ist. Bei Motorsensen mit Tippautomatik kannst Du mehr Faden freigeben, indem Du das Gerät lediglich auf den Boden tippst. Durch diese Bewegung löst sich die Fadenrückhaltung der Spule und neuer Faden wird abgewickelt. Kommt kein neuer Faden nach, ist die Spule leer.
- Um einen neuen Faden aufzuwickeln, entfernst Du zunächst die Abdeckung der Spule und nimmst die Spule heraus. Hat sich der alte Faden verheddert, ist er gerissen oder stark verschlissen, wickelst Du ihn zunächst vollständig ab.
- Führe die beiden Enden des Mähfadens durch die zwei gegenüberliegenden Ösen am Fadenkopf und ziehe sie heraus. Zum Markieren der Fadenmitte nimmst Du beide Enden in eine Hand und ziehst den Faden lang. Die Mitte des Mähfadens bildet eine Schlaufe, die Du an der Einkerbung der Spule einhakst.
- Danach rollst Du den Faden zwei- bis dreimal um die Spule, damit sich die Schlaufe nicht so leicht löst. Anschließend setzt Du die Spule in den Fadenkopf ein. Achte dabei darauf, den Faden mit dem Daumen zu fixieren, damit er sich nicht wieder abrollt.
- Ist die Spule eingesetzt, hältst Du beide Fadenenden, die am Mähkopf herausschauen, gut fest und spannst den Faden. Nun drehst Du die Spule gegen den Uhrzeigersinn, sodass sich der Faden nach und nach aufwickelt. Den Trimmerfaden solltest Du dabei immer ordentlich straff ziehen und unter Spannung halten.
- Wickle den Faden so lange auf, bis die beiden Enden nur noch etwa 15 cm lang sind. Wichtig ist, dass beide Enden gleich lang aus dem Mähkopf herausschauen.
- Zum Schluss befestigst Du die Abdeckung wieder auf der Spule und kannst die Arbeit mit dem Freischneider fortsetzen.